Tomaten (Solanum lycopersicum) sind eine der beliebtesten Gemüsesorten, die in Hobbygärtner auf der ganzen Welt anbauen. In vielen verschiedenen Gerichten finden sich Tomaten. Sie sind nicht nur schmackhaft, sondern auch reich an Nährstoffen wie Vitamin C und Kalium.

Wenn Sie darüber nachdenken, Tomaten in Ihrem Garten anzupflanzen, ist das eine gute Idee. Hier ist ein Leitfaden für Anfänger, der Ihnen hilft, erfolgreich Tomatenpflanzen anzubauen. Befolgen Sie die Anleitung und die Tipps zum Tomaten pflanzen, wenn Sie später viel Freude an den Früchten haben möchten.

Tomaten pflanzen: Ein Leitfaden für Anfänger

Schritt 1: Standortwahl beim Anpflanzen von Tomaten

Tomaten brauchen mindestens sechs Stunden Sonnenlicht pro Tag, um optimal zu wachsen und Früchte zu produzieren. Wählen Sie aus diesem Grund einen Standort in Ihrem Garten, der auf Dauer kontinuierlich viel Sonnenlicht erhält aber dennoch windgeschützt ist.

Achten Sie beim Boden darauf, dass dieser gut drainiert ist. So verhindern Sie, dass sich Wasser um die Wurzeln der Tomaten ansammelt und die Pflanzen dadurch verfaulen.

Wenn der Boden in Ihrem Garten nicht gut drainiert ist, verbessern Sie diesen ganz einfach, indem Sie

  • Kompost,
  • Urgesteinsmehl
  • und Hornspänen

zur Erde hinzufügen. Das ergibt den perfekten Boden für die Pflanzung.

Die Vorbereitung des Bodens ist schon an einem schönen Tag im April möglich. Dann brauchen Sie zur eigentlichen Pflanzzeit Mitte Mai nicht mehr alles zu machen.

Sie haben die Option, sich sogenannte Tomatenhäuser im Handel zu kaufen. Das sind kleine Foliengewächshäuser, die dafür sorgen, dass die Pflanzen windgeschützt stehen und überdacht sind.

Schritt 2: Auswahl der richtigen Tomatenpflanzen

Es gibt wirklich zahlreiche Sorten von Tomaten, aber nicht alle eignen sich für den Anbau in Ihrem Garten. Die Wahl der richtigen Tomatenpflanzen hängt von Ihrem Standort und Ihren persönlichen Vorlieben ab.

  • Buschtomaten sind ideal für kleine Gärten oder Balkone, da sie kompakt bleiben und weniger Platz benötigen.
  • Stangen- oder Klettertomaten benötigen mehr Platz und Sie sollten diese an einer Stütze wie einem Pfahl oder einer Schnur befestigen. Soi verhindern Sie, dass sie umfallen.

Sie erhalten im Handel speziell gezüchtete Arten an Bio-Tomaten. Dazu zählen Dorenia und Quadro. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders resistent gegen typische Krankheiten sind, die Tomatenpflanzen befallen können. Überdies berichten nahezu alle Hobbygärtner von einer zuverlässigen Ernte bei diesen Arten.

In Deutschland eignen sich ansonsten besonders Tomatensorten, die für das hiesige Klima und die Bodenverhältnisse ausgelegt sind. Zu der großen Sortenvielfalt zählen:

1. Gartenperle

Eine robuste und ertragreiche Sorte, die für den Anbau im Freiland und im Gewächshaus geeignet ist. Die Früchte sind klein und süß.

2. Harzfeuer

Eine schnellwachsende Sorte mit mittelgroßen Früchten und einer kräftigen roten Farbe. Sie ist widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und ist für den Anbau im Freiland und im Gewächshaus gut geeignet.

3. Ochsenherz

Das Ochsenherz ist eine große, fleischige Tomate mit einem süßen Geschmack. Sie ist etwas anspruchsvoller in der Pflege, aber die Mühe lohnt sich wegen der zu erwartenden Größe und des ausgezeichneten Geschmacks.

4. Roma

Roma ist eine beliebte Sorte wenn Sie später aus den Pflanzen bevorzugt Tomatensoßen und Pasta-Saucen herstellen möchten. Die Früchte sind etwas länglicher als üblich und fleischig.

5. König Humbert

Wie der Name es erahnen lässt handelt es sich dabei um eine alte deutsche Sorte mit großen, süßen und saftigen Früchten. Sie ist problemlos geeignet für den Anbau im heimischen Beet und im Gewächshaus.

Achten Sie beim Kauf auf gesunde, kräftige Pflanzen. Die Blätter sollten grün sein, ohne gelbe oder braune Flecken.

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Schritt 3: Das Anpflanzen der Tomaten

Wenn Sie Ihre Tomatenpflanzen ausgewählt haben, kommt als nächster Schritt das Anpflanzen. Wenn Sie das draußen im Beet machen wollen, ist das ab Mitte Mai möglich. Die jungen Pflanzen sind sehr empfindlich gegen Kälte. Darum sollten Sie die Aussaat erst nach den Eisheiligen vornehmen.

Graben Sie dazu ein Loch in das Beet, das etwas tiefer ist als der Wurzelballen der Pflanze. Fügen Sie danach eine Handvoll Kompost hinzu. Diesen mischen Sie unbedingt gut mit dem Boden.

Setzen Sie dann die Tomatenpflanze in das Loch und füllen Sie dieses anschließend mit Erde auf. Drücken Sie den Boden um die Pflanze herum leicht an. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass die Pflanze stabil steht.

Schritt 4: Bewässerung und Pflege der Tomate

Tomatenpflanzen brauchen eine regelmäßige Bewässerung, wenn sie optimal wachsen sollen. Denken Sie also daran, diese regelmäßig zu gießen. Das gilt ganz besonders während der heißen Sommermonate.

Aber Vorsicht: Achten Sie darauf, die Blätter und Früchte beim Gießen nicht zu benetzen. Dadurch reduzieren Sie das Risiko von Pilzkrankheiten.

Zwischendurch müssen Sie an die Tomatenpflanzen Hand an legen und diese pflegen. Dazu zählen diese Maßnahmen:

  • Entfernen Sie abgestorbene Blätter und Triebe, um die Gesundheit Ihrer Pflanzen zu erhalten.
  • Düngen Sie Ihre Tomatenpflanzen regelmäßig mit organischen Düngemitteln oder nährstoffreichem Humus aus Bio-Abfällen.
  • Setzen Sie bei Bedarf natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel ein, um Schädlinge und Krankheiten zu bekämpfen.

Schritt 5: Unterstützung der Tomatenpflanzen

Tomatenpflanzen werden im Allgemeinen recht groß. Darum brauchen Sie auf Dauer Unterstützung im Halt, damit sie nicht umzufallen. Dazu haben Sie die Auswahl unter verschiedenen Arten von Stützsystemen wie

  • Käfige,
  • Pfähle
  • und Netze.

Wählen Sie das Stützsystem aus, mit dem Sie gut klarkommen, und setzen es ein, sobald Ihre Pflanzen groß genug sind.

Schritt 6: Ernte der Tomaten

Die Ernte Ihrer Tomaten steht dann an, sobald sie reif sind und eine leuchtend rote Farbe haben.

Die beste Zeit, um Tomaten zu ernten, hängt von der Tomatensorte und der Reifungsdauer ab. In der Regel reifen Tomaten etwa 60-80 Tage nach dem Pflanzen.

Je nach Sorte kann es etwas länger oder kürzer sein, bis diese vollständig gereift sind. Um zu bestimmen, ob eine Tomate reif ist, achten Sie einfach auf ihre Farbe und Textur.

Eine reife Tomate hat in der Regel eine gleichmäßige Farbe und ist dann vollständig ausgereift. Bei den meisten Sorten ist die reife Tomate leuchtend rot, obwohl es auch gelbe, orange oder grüne Sorten gibt, die bei Reife eine andere Farbe annehmen. Die Textur einer reifen Tomate ist fest, aber dennoch leicht zu drücken.

Checken Sie daher den Reifezustand Ihrer Tomaten regelmäßig, sobald sie beginnen, ihre Farbe zu ändern und weich zu werden. Die meisten Tomatenpflanzen produzieren kontinuierlich neue Früchte, so dass Sie Tomaten ernten können, sobald sie reif sind, und weiterhin neue Früchte an der Pflanze wachsen lassen können.

Lassen Sie die Tomaten nicht zu lange an der Pflanze, da sie sonst überreif werden. Dann ändern sich Textur und Geschmack.

Schneiden Sie die Tomaten mit einer Gartenschere oder einem Messer ab, um die Pflanzen nicht zu beschädigen. Verzehren oder verarbeiten Sie reife Tomaten innerhalb von ein paar Tagen oder lagern Sie sie im Kühlschrank für später.

Tomaten im Topf pflanzen – was ist zu beachten?

Nicht jeder Hobbygärtner hat einen großen Garten mit viel Platz um Tomaten richtig im Beet oder Gewächshaus anzupflanzen. Die gute Nachricht: Tomaten brauchen gar nicht so viel Platz, so dass Sie diese auch auf dem Balkon oder der Terrasse im Topf anpflanzen können.

Wenn Sie Tomaten im Topf auf dem Balkon anpflanzen wollen, achten Sie auf diese Punkte.

1. Größe des Topfes um darin Tomaten pflanzen zu können

Tomaten benötigen ausreichend Platz für ihre Wurzeln. Sonst ist das Wachstum beeinträchtigt. Der Topf sollte darum mindestens 20-30 cm tief und breit sein.

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2. Boden im Kübel muss für Tomaten geeignet sein

Nutzen Sie nur einen qualitativ hochwertigen Boden für Ihre Tomaten. Dieser gewährleistet eine optimale Nährstoffversorgung. Am besten eignet sich eine spezielle Tomaten-Erde aus dem Handel. Alternativ mischen Sie Ihren eigenen Boden aus Kompost, Vermiculit und Torf.

3. Düngung der Tomatenpflanzen im Topf

Tomaten benötigen während des Wachstums eine ausgewogene Düngung, um gut zu gedeihen. Setzen Sie dafür einen Tomatendünger* ein, der speziell für diese Pflanzen entwickelt wurde. Beachten Sie dabei exakt die Anweisungen auf der Verpackung.

4. Bewässerung der Tomaten im Topf

Tomaten in Töpfen benötigen tatsächlich eine häufigere Bewässerung als Tomaten im Garten. Achten Sie darauf, dass der Topf genug Löcher hat, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Der Boden sollte nach Möglichkeit gleichmäßig feucht bleibt.

5. Standort für den Topf

Tomaten wachsen am besten, wenn sie mindestens sechs Stunden Sonnenlicht pro Tag haben. Wählen Sie darum einen sonnigen Standort für Ihren Topf aus, an dem Ihre Pflanzen auch wirklich genügend Licht bekommen.

6. Unterstützung der Tomaten während des Wachsens

Wenn die Tomatenpflanze wächst, benötigt sie möglicherweise eine zusätzliche Unterstützung. Diese soll dann verhindern, dass die Pflanze umfällt, weil sie nicht stabil genug ist. Das geht beispielsweise, indem Sie Rankstäbe aus Holz einsetzen, um die Pflanze aufrecht zu halten.

7. Schädlingsbekämpfung bei der Topfzucht von Tomaten

Tomaten sind anfällig gegenüber Schädlingen wie Blattläusen und Spinnmilben. Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und behandeln Sie sie bei Bedarf mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel.

8. Ernte der Topf-Tomaten

Wenn die Tomaten vollständig ausgereift sind, ernten Sie die wie gewohnt, indem Sie das oben aufgeführte Prozedere für die Tomatenernte in Beeten ausüben.

Achten Sie also beim Anbau von Tomaten im Topf auf ausreichend Platz, einen guten Boden, eine ausgewogene Düngung, häufige Bewässerung, genügend Sonnenlicht, Unterstützung für die Pflanze und bei Bedarf auf eine notwendige Schädlingsbekämpfung.

Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, steht der Ernte von eigenen gesunden Tomaten nichts im Wege.

Tipps gegen Krankheiten von Tomaten

Kraut- und Braunfäule sind zwei häufige Krankheiten, die Tomatenpflanzen befallen können.

Die Krautfäule (auch bekannt als Late Blight) wird durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht und tritt in feuchten und kühlen Bedingungen auf.

Die Krankheit erkennen Sie an dunklen Flecken auf den Blättern, die sich schnell ausbreiten und schließlich zum Absterben der Pflanze führen. Die Flecken treten gleichfalls auf den Stängeln und Früchten der Pflanze auf.

Die Sporen des Pilzes verbreiten sich meist durch Regen oder Wind. Andere Pflanzen in der Nähe können davon dann ebenfalls betroffen sein.

Die Braunfäule (auch bekannt als Early Blight) wird durch den Pilz Alternaria solani verursacht. Sie tritt unter warmen und feuchten Bedingungen auf. Die Krankheit erkennen Sie als braune Flecken auf den Blättern und Früchten der Pflanze. Die Flecken breiten sich dann langsam aus und führen am Ende dazu, dass die Pflanze abstirbt.

Die Sporen des Pilzes übertragen sich dabei von Tomatenpflanzen, die bereits von der Krankheit betroffen sind, oder durch den Wind, Regen und infizierte Pflanzenreste.

Beide Krankheiten lassen sich durch den Einsatz von Fungiziden oder durch die Entfernung von infizierten Pflanzenresten und Blättern unter Kontrolle halten. Tragen Sie Sorge für eine gute Belüftung und genügend Abstand zwischen den Pflanzen, um das Risiko einer Ausbreitung zu verringern.

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Welche Pflanzen kann ich neben Tomaten pflanzen und welche nicht?

Es gibt einige Pflanzen und Gemüsesorten, die gut zu Tomaten passen und ein paar andere, die Sie nicht unbedingt neben Tomaten anbauen sollten. Geeignete Nachbarn der Tomate sind beispielsweise in alphabethischer Reihenfolge:

  • Basilikum
  • Buschbohnen
  • Kapuzinerkresse
  • Knoblauch
  • Kohl
  • Kohlrabi
  • Kopfsalat
  • Lauch
  • Möhren
  • Petersilie
  • Radieschen
  • Rote Bete
  • Sellerie
  • Spinat

Wenn Sie Tomaten pflanzen, vermeiden Sie als Nachbarpflanzen

  • Erbsen
  • Fenchel
  • Kartoffeln

Fazit zum Tomaten pflanzen im eigenen Garten

Tomaten sind ein gesundes uns leckeres Gemüse, das sich für den Anbau im eigenen Garten bestens eignet. Mit ein paar einfachen Schritten bauen Sie Ihre eigenen Tomatenpflanzen an und ernten später wunderbare Bio-Tomaten.

Die sogenannten Paradiesäpfel finden sich in der sonnigen Jahreszeit in zahllosen Gärten, Balkone und Terrassen hierzulande.

Wählen Sie einen sonnigen Standort, wählen Sie die richtige Tomatensorte, pflanzen Sie die Pflanzen in gut drainierten Boden, bewässern und pflegen Sie die Pflanzen regelmäßig und unterstützen Sie sie bei Bedarf.

Mit etwas Geduld und Arbeit ernten Sie am Ende Ihre eigenen köstlichen Tomaten aus dem Gemüsegarten, von denen Sie wissen, dass sie gesund und bio sind. Wenn Ihnen das Thema saisonale Selbstversorgung am Herzen liegt, sollten Sie Tomaten pflanzen.

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