Selbst angebautes Gemüse ist nicht nur lecker, sondern auch gesund und nachhaltig. Wer einen Garten oder Balkon hat, versorgt sich in Grenzen leicht selbst und spart dabei Geld. Doch wie gehen Sie am besten vor, wenn Sie Gemüse pflanzen möchte? Hier finden Sie hilfreiche Tipps zum Aussäen und Anbau.

Gemüse pflanzen im eigenen Garten

Der geeignete Standort um Gemüse anzubauen

Der geeignete Standort für den Gemüseanbau ist der Schlüssel zum Erfolg, wenn Sie später eine erfolgreiche Ernte Ihr eigen nennen wollen.

  • Achten Sie auf die Sonneneinstrahlung
    Die meisten Gemüsesorten benötigen viel Sonnenlicht, um zu wachsen und zu gedeihen. Daher wählen Sie einen Standort, der mindestens sechs Stunden Sonneneinstrahlung pro Tag erhält. Einige Gemüsesorten wie Spinat oder Salat wachsen auch in halbschattigen Bereichen, aber für die meisten Gemüsesorten ist Sonnenlicht unverzichtbar.
  • Bodenqualität
    Der Boden muss locker und fruchtbar sein, damit die Wurzeln der Pflanzen ausreichend Nährstoffe aufnehmen können. Außerdem sollte der Boden gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden.
  • Wasserzugang
    Gemüsepflanzen benötigen regelmäßige Bewässerung, um zu wachsen. Ein eigener Brunnen im Garten spart bares Geld. Wenn man keinen Zugang zu eigenem Wasser hat, kann man ein Bewässerungssystem installieren, das mit Regenwasser gespeist wird oder Wasserbehälter aufstellen, um Regenwasser aufzufangen.
  • Schutz vor Wind
    Zu viel Wind ist Gift für den Gemüsegarten, denn einige Gemüsearten können sogar umknicken. Ihr Gemüsebeet sollte darum vor starken Winden geschützt sein. Im Zweifel errichten Sie einen Windschutz, zum Beispiel in Form einer Hecke oder einer anderen Abgrenzung.
  • Ausreichend Platz zum Wachsen
    Gemüsepflanzen benötigen Platz zum Wachsen und Ausbreiten. Achten Sie darauf, dass Sie genug Platz haben und nicht alles aus allen Nähten platzt. Wenn Sie auf begrenztem Raum gärtnert, nutzen Sie vertikale Gärten oder Pflanztaschen nutzen, um Platz zu sparen.

Planung des Beets – denken Sie an die Wege

Bevor Sie mit dem Anbauen von Gemüse beginnen, ist eine Planung das A&O.

Wählen Sie die Größe des Gemüsebeets entsprechend der Anzahl und Größe der Gemüsesorten aus, die Sie anbauen möchten. Es ist klüger, ein kleineres Beet mit ausgewählten Sorten anzulegen, als ein größeres Beet mit zu vielen Kulturen zu überfüllen.

Die Abstände zwischen den Pflanzen sind von Bedeutung. Jede Gemüsesorte braucht einen anderen Abstand zwischen den Pflanzen und Reihen. Den Anleitungen auf der Saatgutverpackung oder im Pflanzenkatalog sollten Sie unbedingt Folge leisten.

Wer gärtnert, muss laufen können. Achten Sie auf Wege zwischen den Reihen, damit Sie das Gemüsebeet leicht bewirtschaften und pflegen können. Die Wege sollten mindestens 30 bis 40 cm breit sein, um bequem hindurchgehen zu können.

Die Ausrichtung des Gemüsebeets ist mitentscheidend für den späteren Ertrag. Wenn möglich, richten Sie das Gemüsebeet in Nord-Süd-Richtung aus, damit die Pflanzen ausreichend Sonnenlicht erhalten.

Wer in einer Gegend mit sehr heißem Klima wohnt, denkt allerdings über ein Gemüsebeet in Ost-West-Richtung nach, um eine zu starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

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Bereiten Sie den Boden der Beete vor

Bevor Sie das Saatgut setzen, bereiten Sie den Boden vorbereiten. Dazu gehört, dass Sie diesen auflockern, um eine gute Belüftung und Drainage sicherzustellen.

Wenn der Boden zu dicht ist, bilden sich mit etwas Pech Staunässe und Schimmel, was dem Wachstum schadet. Im Idealfall mischen Sie den Boden mit Kompost oder anderem organischen Material. Dadurch verbessern Sie die Bodenqualität erheblich.

Zeitpunkt des Aussäens

Der Zeitpunkt des Aussäens hängt von der Art des Gemüses ab, das Sie in Ihrem eigenen Garten anbauen möchten.

Einige Gemüsesorten wie Spinat, Radieschen oder Erbsen können Sie schon im zeitigen Frühjahr aussäen, während andere wie Tomaten oder Paprika erst später im Jahr an der Reihe sind. Halten Sie sich darum immer an die Packungsbeilage.

Methode der Aussaat

Welche Methode der Aussaat Sie wählen, hängt ebenfalls von der Art des Gemüses ab. Einige Sorten können Sie direkt in die Erde einsäen, während Sie andere besser in Töpfen oder Anzuchtschalen vorziehen.

Wenn Sie die Keimrate erhöhen wollen, ist es ratsam, die Samen vor dem Aussäen für einige Stunden in Wasser einzulegen.

Bewässerung der jeweiligen Pflanze

Eine ausreichende Bewässerung ist für das Wachstum von Gemüse unerlässlich. Aber Vorsicht: Das richtige Maß ist wichtig, denn Sie dürfen weder zu viel noch zu wenig gießen.

Eine Überbewässerung führt auf Dauer zu Schimmelbildung, während eine zu geringe Bewässerung das Wachstum hemmt. Darum gilt: Regelmäßig gießen aber weder zu viel noch zu wenig.

Pflege im Beet

Sobald die Jungpflanzen wachsen, müssen Sie diese regelmäßig pflegen. Dazu gehören das Entfernen von Unkraut und das Ausdünnen von Pflanzen, um Platz für das Wachstum zu schaffen.

Vergessen Sie nicht das Anbringen von Stützen für hoch wachsende Pflanzen wie Tomaten oder Bohnen. Mit dieser Hilfe verhindern Sie das Abbrechen der Äste. Zusätzlich achten Sie darauf, regelmäßig zu düngen, um das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen zu fördern.

Gemüse anpflanzen erfordert etwas Geduld und Aufmerksamkeit, aber es lohnt sich auf Dauer. Wer Gemüse selbst anbaut, ist auf der sicheren Seite, und weiß, dass alles frisch und gesund ist.

Außerdem trägt jeder Hobby-Gemüsebauer dazu bei, die Umwelt zu schonen. Mit etwas Übung beim Aussäen und Anbau hat jeder das Zeug dazu, selbst zum Gärtner zu werden und erfolgreich sein eigenes Gemüse ernten.

Wer keinen Garten hat, kann sein Gemüse fast genauso gut auf seinem Balkon pflanzen. Der Handel hält viele verschiedene Arten von Pflanzgefäßen bereit, die speziell für den Anbau auf Balkonen und Terrassen konzipiert sind*.

Einfacher Anbau: Gemüsesorten für Anfänger

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen: Darum gilt beim Gemüseanbau die Regel, einfach zu beginnen.

Für Anfänger im Gemüseanbau empfehlen sich besonders Sorten, die leicht anzubauen und zu pflegen sind. Unser Tipp:

  • Radieschen
    Diese knackigen, scharfen Knollen sind einfach zu kultivieren. Der Vorteil: Sie können diese bereits wenige Wochen nach der Aussaat ernten. Sie wachsen schnell und benötigen nicht viel Platz.
  • Salat
    Es gibt ganz viele Sorten von Salat, den Sie daheim pflanzen können. Besonders beliebt sind Kopfsalat, Rucola oder Feldsalat. Salat wächst schnell und benötigt nur wenig Platz im Garten. Allerdings dürfen Sie nicht vergessen, diesen regelmäßig zu bewässern. Machen Sie das nicht, kann er bitter werden.
  • Buschbohnen
    Diese Pflanzen produzieren schnell viele Bohnen und benötigen ebenfalls nicht viel Platz. Sie wachsen in der Regel gut in Töpfen oder in kleinen Beeten.
  • Zucchini
    Zucchinis wachsen schnell und sorgen für reichlich Ernte. Allerdings brauchen sie etwas mehr Platz genau wie eine egelmäßig Bewässerung und Düngung. Ideale Beetnachbarn von Zucchini sind Rote Bete, Möhren und Zwiebeln.
  • Tomaten
    Tomatenpflanzen benötigen reichlich Sonne und Wärme. Aber wenn Sie diese richtig pflegen, freuen Sie sich später an einer reichen Ernte. Sie haben die Auswahl unter verschiedenen Sorten von Tomaten, von Kirschtomaten bis hin zu großen Fleischtomaten.
  • Kräuter
    Basilikum, Petersilie oder Schnittlauch eignen sich besonders gut, um sie auf dem Balkon oder in Töpfen anzubauen.

All diese Sorten erfordern nicht viel Erfahrung oder Aufwand beim Anbau. Sie eignen sich ideal für Anfänger, die gerade erst mit dem Gemüseanbau beginnen. Sobald Sie später mehr Erfahrung gesammelt haben, wagen Sie sich dann an „schwierigere“ Gemüsesorten heran.

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Was muss ich bei der Fruchtfolge beachten?

Bei der Fruchtfolge geht es darum, welche Pflanzen in welcher Reihenfolge auf einem bestimmten Beet angebaut werden. Eine sorgfältige Planung der Fruchtfolge trägt dazu bei, die Gesundheit des Bodens aufrecht zu halten und Schädlinge und Krankheiten zu minimieren.

  • Vermeiden Sie Monokulturen um kommen Sie nicht auf die Idee, immer dieselbe Pflanze an derselben Stelle anzubauen. Dadurch beuten Sie die Nährstoffe in der Erde einseitig aus und öffnen Tür und Tor für Krankheiten und Pflanzenschädlinge wie Schnecken. Stattdessen bauen Sie verschiedene Pflanzenarten in einer sinnvollen Abfolge an.
  • Jede Pflanze hat unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse. Wenn Sie eine Pflanze an einem bestimmten Ort angebaut haben, sollten Sie bei den nächsten Pflanzen darauf achten, dass diese nicht ähnliche Nährstoffe benötigen. Die goldene Regel für Hobbygärtner lautet: Auf eine nährstoffzehrende Pflanze folgt eine nährstoffgebende. Beispielsweise können Sie stickstofffixierende Pflanzen wie Bohnen oder Erbsen als Fruchtwechsel nach einer nährstoffzehrenden Pflanze wie Tomaten anbauen. Dadurch reichern Sie den Boden mit Stickstoff an.
  • Achten Sie bei der Planung darauf, dass auf eine Pflanze, die anfällig für eine bestimmte Krankheit ist, eine Pflanze folgt, die gegen diese Krankheit resistent ist.
  • Berücksichtigen Sie schließlich die Wachstumsdauer der Pflanzen. So verhindern Sie, dass die Erntezeit und die Bodenvorbereitung sich im Wege stehen.

Eine gute Fruchtfolge hilft Ihnen am Ende dabei, eine gute Bodenqualität zu halten. Sie gleicht tatsächlich Nährstoffe aus, minimiert Krankheiten und Parasiten und sorgt schließlich für die beste Ernte.

Kräuter und Blumen sind ideal für Mischkultur mit Gemüse

Kräuter und Blumen sind hübsch anzusehen und spielen nebenher eine entscheidende Rolle bei der Mischkultur. Dabei kombiniert der Gärtner verschiedene Pflanzenarten auf einem Beet, um die Bodengesundheit zu verbessern und den Ertrag zu steigern.

Viele Kräuter und Blumen haben natürliche Abwehrmechanismen gegen Schädlinge. Zum Beispiel können Sie

  • Ringelblumen
  • Zinnien
  • oder Tagetes

gegen Nematoden pflanzen.

  • Lavendel
  • Thymian
  • oder Rosmarin

halten Motten und Fliegen fern.

Die Kombination von Kräutern und Blumen mit Gemüsepflanzen unterstützt Sie ganz natürlich und ohne weiteres Zutun, Schädlinge abzuwehren und die Ernte zu sichern.

Außerdem verbessern Sie mit Mischkulturen die Bodengesundheit. So reichern Luzerne oder Klee Stickstoff im Boden an und erhöhen somit den Nährstoffgehalt. Kamille oder Borretsch sind hilfreich für die Bodenstruktur und sind ebenso förderlich für das Wachstum.

Gemüse aussäen, wann ist die beste Zeit?

Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat hängt von der Art des Gemüses, dem Klima und der geografischen Lage ab. Generell ist es üblich, die meisten Gemüsesorten im Frühling auszusäen, wenn der Boden aufgetaut ist und sich die Temperaturen auf einem konstanten Niveau um 10-15°C bewegen.

Einige Gemüsesorten können Sie sogar noch im Herbst aussäen, damit Sie im nächsten Jahr frühzeitig eine Ernte haben. Dazu gehören zum Beispiel Spinat, Radieschen und Feldsalat.

Beachten Sie die spezifischen Empfehlungen für jede Gemüsesorte, da einige Sorten einen längeren Wachstumszyklus benötigen als andere. Manche Gemüsesorten können Sie besser in Innenräumen vorziehen, bevor sie diese im Freien aussäen.

Gemüse anbauen auf der Fensterbank

Das Anbauen von Gemüse auf der Fensterbank macht es Ihnen möglich, selbst in städtischen Gebieten ohne Garten oder Balkon frisches Gemüse zu genießen.

Kleine Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Radieschen und Kräuter sind ideal, da sie nicht viel Platz benötigen und im Topf wachsen. Es gibt sogar Gurken als Highlight für kleine Flächen.

Wählen Sie einen sonnigen Fensterplatz, an dem Ihre Pflanzen genügend Licht erhalten. Wenn Sie nicht über ausreichend natürliches Licht verfügen, verwenden Sie eine künstliche Beleuchtung wie eine Tageslichtlampe für Pflanzen, um das Wachstum zu unterstützen.

Verwenden Sie Töpfe oder Behälter mit ausreichender Drainage und füllen Sie sie mit einer geeigneten Gemüseerde, die Nährstoffe enthält und Feuchtigkeit gut aufnimmt und speichert.

Halten Sie den Boden feucht, aber vermeiden Sie es, die Pflanzen zu überschwemmen. Verwenden Sie einen geeigneten Dünger, damit Ihre Pflanzen genügend Nährstoffe erhalten.

Obst und Gemüse anbauen im Kleingarten

Im Kleingarten Obst und Gemüse anzubauen ist ein absoluter Trend. Obwohl die Fläche begrenzt ist, können Sie auf kleineren Flächen eine reichhaltige Ernte erzielen.

Gemüse pflanzen im Kleingarten

Es gibt viele Gemüsesorten, die sich gut für den Anbau im Kleingarten eignen, darunter Tomaten, Paprika, Salat, Radieschen, Kohlrabi, Karotten, Gurken und Zucchini. Auch Beerensträucher wie Johannisbeeren oder Himbeeren gedeihen gut.

Pflanzen Sie Gemüse in Reihen oder quadratischen Beeten, um den Platz optimal zu nutzen und eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Denken Sie daran, dass einige Pflanzen eine längere Wachstumszeit benötigen als andere und planen Sie entsprechend.

Probieren Sie eine Mischkultur, indem Sie Kräuter und Blumen mit Gemüsepflanzen kombinieren.

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